Zaubermittel: Make-up Primer

Juli 19, 2015 von Michelle - 5 Kommentare

Der höchste Anspruch an eine Foundation? Lange Haltbarkeit. Gerade im Sommer ist es jedoch beinahe unmöglich, dass die Foundation einen ganzen Tag hält. Nach ein paar Stunden macht sie sich meist davon. Auf Nimmerwiedersehen. Es sei denn, man verwendet einen Primer. Wenn dann auch noch Poren und Fältchen verschwinden, ist der Zauber perfekt. Geht das denn? Ja. Eine Make-up Base wirkt tatsächlich wie ein Zaubermittelchen. Allerdings gibt es mittlerweile unzählige Primer, jeweils zugeschnitten auf die verschiedenen Hautbedürfnisse.

Seit ich mich intensiver mit Beauty beschäftige, habe ich einige Primer-Produkte ausprobiert. In diesem Beitrag zeige ich Euch meine derzeitigen Favoriten. Bevor es jedoch losgeht, möchte ich noch erläutern, was eigentlich genau ein Primer ist, wie man ihn aufträgt und was er uns verspricht.

Was ist ein Primer?

Frischer Teint, weniger Falten, unsichtbare Poren: Hört sich zu schön an, um wahr zu sein, oder? Doch ein guter Primer kann all diese Wünsche erfüllen. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Make-up-Grundierung, die kleine Makel optisch (!) verschwinden lässt und die Foundation länger auf der Haut haften lässt. Primer sind im Gegensatz zur Foundation meist farblos und legen sich wie ein unsichtbarer Film über die Haut. Wie das Hautbild optisch geglättet wird? Inhaltstoffe wie Mineralpuder und Silikone legen sich auf die Hautoberfläche und ziehen nicht ein.

Welche Primer gibt es?

Inzwischen gibt es unzählige Primer für verschiedene Zwecke – etwa für kleinere Poren, extra langen Halt der Foundation oder weniger Falten. Auch Pigmentstörungen und Rötungen können von einem Primer gemildert werden. Es gibt auch spezielle Lidschatten-Primer, die bewirken, dass sich die Farbe nicht in die Lidfalte absetzt. Mein Tipp: Greift zu einem Produkt, das zu Euren Hauttyp passt. Bei meiner öligen Mischhaut, die zu Unreinheiten (Akne) neigt, habe ich dementsprechend zu ölfreien Produkten gegriffen.

Silikone – gut oder schlecht?

Ja, die meisten Primer enthalten Silikone. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob er sich dem hingeben und von den Effekten profitieren möchte. Wer lieber einen Bogen um Silikone macht, muss mühsam nach Alternativen suchen. Die Firma Korres soll etwa einen silikonfreien Primer führen, oder auch Becca (über z.B. Sephora). Ich halte es so: Zu Hochzeiten oder anderen besonderen Anlässen benutze ich gerne einen Primer, um meinen Teint zu optimieren und das Make-up länger haltbar zu machen. Der Effekt ist einfach zu großartig! Im Alltag verzichte ich allerdings lieber auf Primer-Produkte. Das hängt aber auch davon ab, wie empfindlich Eure Haut ist.

Wie wird ein Primer aufgetragen?

Nachdem das Gesicht mit einer Feuchtigkeitspflege auf das Make-up vorbereitet wurde, wird der Primer aufgetragen. Am besten in kreisenden Bewegungen. Anschließend kann man es auch noch leicht einklopfen. Wichtig ist, dass man das Produkt ausreichend einwirken lässt. Anschließend lässt sich die Foundation spürbar zügiger und gleichmäßiger auftragen. Wichtig: Achtet darauf, dass Ihr Eure Haut am Abend gründlich reinigt, denn die Silikone sind meist wasserfest.

1. “Foundation Primer Oil Free” von Laura Mercier

Primer Laura Mercier

Ultralanger Halt, gefällig? Von Laura Mercier gibt es fünf verschiedene Primer – je nach Hauttyp und Wunsch ist für jeden etwas dabei. Die Primer-Produkte von Laura Mercier werden sehr gehypt. Zu Recht. Denn im Gegensatz zu manch anderen Produkten enthalten sie viele pflegende Stoffe. Ich habe mich für die ölfreie Variante entschieden. Der “Foundation Primer Oil Free” wurde speziell für sensible, ölige, zu Akne und Unreinheiten neigende Haut entwickelt. Das Produkt glättet die Hautoberfläche und hält den Teint lange matt und ebenmäßig. Vor allem spendet der Primer aber auch viel Feuchtigkeit. Außerdem sind pflanzliche Extrakte sowie wertvolle Antioxidantien und Vitamine enthalten, die meine Haut schützen und die Hautalterung verlangsamen.

Das milchige Fluid lässt sich leicht auf der Haut verteilen, führt bei mir nicht zu allergischen Reaktionen und schafft es tatsächlich, dass meine Foundation einen ganzen Tag gut hält. Für mich ist dieses Produkt ein verlässlicher Allround-Helfer, auf den ich nicht mehr verzichten möchte. Große Empfehlung (ca. 38 Euro, z.B. über Douglas).

2. Smashbox Photofinish Foundation Primer Oil Free

Smashbox Primer

Wer seine Poren noch weiter reduzieren möchte, greift am besten zum “Phot Finish Foundation Primer” von Smashbox. Die Reduzierung von Poren und Linien ist sein Spezialgebiet! Auch hier habe ich mich für die ölfreie Variation entschieden, ideal für ölige, zu Akne neigender Haut. Der Primer auf 60 Prozen Wasserbasis hat eine seidige Konsistenz und lässt sich gut auftragen. Die Haut wirkt sichtbar glatter und weicher. Ölabsorbierende Wirkstoffe halten den teint den ganzen Tag matt und glatt. Lichtreflektierende Stoffe reduzieren das Erscheinungsbild von zum Beispiel Rötungen.

Nach der Reinigung trage ich wie immer eine Feuchtigkeitspflege auf. Anschließend zücke ich den Smashbox Primer und trage ihn mit den Fingerspitzen auf. Auch hier wieder: Gut einziehen lassen, damit sich die Foundation seidig drüber schmiegen kann.

Ja, die Haltbarkeit wird auch hier erhöht, doch vor allem steht dieser Primer meiner Meinung nach aber für minimierte Poren und Fältchen par excellence. Top Primer! Ich habe erstmal die Reisegröße gekauft. Diese kleine Tube hält schon Ewigkeiten – grandios, wie ich finde (ca. 13 Euro / 12 ml, z.B. Douglas).