Meine Sardinien-Reisetipps // Norden & Osten

November 6, 2018 von Michelle - Keine Kommentare
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Hach, wie schön es war! Vor ein paar Wochen habe ich mit meinem Mann noch die Sonne Sardiniens genossen. Ja, wir haben es uns dort richtig gut gehen lassen. Mit jede Menge Ruhe, aber auch mit viel Action. Denn ohne Abenteuer ist ein Urlaub für uns nicht perfekt. Heute möchte ich Euch unsere Sardinien-Reisetipps verraten. Denn auch wenn wir vor Ort nur eine Woche Zeit hatten, haben wir ordentlich Kilometer abgerissen und den Mietwagen so richtig gequält 😉

Da unser Hotel (HIER geht’s zum Hotelbericht!) im Nordosten Sardiniens lag, mussten wir uns dementsprechend auf den Norden und (nahegelegenen) Osten der Insel beschränken. Denn was man leicht unterschätzt: Die Distanzen sind groß. Sardinien hat als zweitgrößte Insel Italiens eine Fläche von 25.000 Quadratkilometern. Sie ist 270 Kilometer lang und maximal 145 Kilometer breit. Da hätte es schon ziemlich lang gedauert, vom Norden in den Süden zu kurven. Wir wollen bald wiederkommen, um den Rest der Insel zu erkunden. Ein guter Kompromiss, wie ich finde. Ich kann es kaum erwarten! Übrigens kann ich Euch diesen Reiseführer wärmstens empfehlen.

Alles Liebe,
Michelle

Sardinien-Reisetipps: der wilde Norden

Natürlich gibt es im Norden noch viiiiel mehr zu entdecken, aber folgende zwei Dinge solltet Ihr meiner Meinung nach AUF JEDEN FALL einplanen:

Capo Testa: Hier sieht es aus wie auf den Seychellen! Und das mitten in Europa. Für uns war der Ausflug auf die winzige Halbinsel Capo Testa bei Santa Teresa Gallura eines der größten Highlights unserer Sardinien-Reise. Sie liegt nur wenige Kilometer westlich des nördlichsten Punktes der Insel. Zuerst sind wir zur Cala Spinosa hinuntergeklettert (unbedingt feste Schuhe einpacken!), um dort im türkisen Wasser schwimmen und schnorcheln zu gehen. Wow! Es war wirklich eine der schönsten und speziellsten Buchten, die wir jemals gesehen haben. Allerdings ist sie sehr klein und man kann sich hinterher eher auf einem der Felsen sonnen als im Sand. Aber es lohnt sich!! Hinterher könnt Ihr entweder im Café direkt über der Bucht lunchen oder sofort die faszinierende Umgebung erkunden. Es warten ein sehenswerter Leuchtturm und vor allem viele beeindruckende Granitfelsen, die vom Wind bizarr geformt wurden. Bei gutem Wetter blickt Ihr von hier aus direkt auf die Südspitze Korsikas. Ein Natur-Traum!

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La-Maddalena-Archipel: Von Beginn an stand für mich fest, dass wir einen Boattrip zum La-Maddalena-Archipel machen würden. Über unser Hotel sind wir auf einen kleinen Anbieter gestoßen, der Segelausflüge in kleinen Gruppen realisiert. Genau das, was wir wollten: ohne Touristen-Trubel und ohne vollgestopfte Boote. Wir waren insgesamt nur 12 Personen auf dem Segelboot und unser Tourguide und Inhaber (fragt unbedingt nach Enrico!) war einfach ein Schatz. Er hat den Segeltrip super lustig, charmant und informativ gestaltet. Startpunkt: Baia Sardinia. Ein kleiner Ort an der Nordküste Sardiniens. Einzig die größte Insel La Maddalena hat uns nicht so gut gefallen. Zwar waren die Gassen der Altstadt ganz schön, aber viel zu touristisch. Zum Glück haben wir hier nur einen sehr kurzen Stopp eingelegt. Hinterher machten wir Halt an drei anderen (winzigen) Inseln – zum Schnorcheln und schwimmen. Dort waren wir quasi unter uns. Unvergesslich. Das Wasser und das Drumherum hat mich tatsächlich an unseren Bootsausflug auf den Bahamas erinnert. Es gab sogar frische Pasta, Wein und Snacks an Bord. Ein rundum gelungener Tag: Wir haben nicht eine Sekunde oder einen Euro bereut. Klar, es gibt günstigere Touren. Doch bei denen hätten wir uns hinterher geärgert. Da waren wir uns einig. Hier geht es zu Enricos Bootstouren! 

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Sardinien-Reisetipps: Costa Smeralda

Nachdem wir uns morgens bei bewölktem Himmel Olbia angeschaut haben (könnt Ihr Euch schenken, ist nicht so schön!), sind wir noch weiter zum Mittelpunkt der bekannten Costa Smeralda nach Porto Cervo gefahren. DER Treffpunkt der Prominenz – mit vielen Mega-Yachten. Ein Spaziergang entlang der Promenade lohnt sich. Ein wirklich charmantes Plätzchen, mit viel Hafen-Flair. Nach unserem Rundgang haben wir durch Zufall einen tollen Lunch-Spot gefunden, in dem wir die einzigen Touristen waren. JUHU! Es saßen nur Italiener um uns herum. Die Pasta war mega lecker – und es gibt viele gute Weine: “In vino veritas porto cervo” (Piazza Azzurra, 07021 Porto Cervo).

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Sardinien-Reisetipps: die Nordostküste

Zuerst sei an dieser Stelle gesagt: Ihr findet auf Sardinien wirklich überall traumhafte Strände mit glasklarem Wasser wie in der Karibik. Uns haben alle gut gefallen. Besonders schön fanden wir es am langen Strand “La Cinta” und der “Cala Brandichini”. Diesen Stränden sind jeweils kleine Lagunen vorgelagert, wo Ihr seltene Vogelarten und Flamingos beobachten könnt 🙂 Die zwei Strände liegen sehr dicht beieinander. Achtung: An den Wochenenden (besonders sonntags) pilgern natürlich auch die Italiener ans Wasser. Verständlicherweise. Dann wird es an den meisten Stränden etwas voller. 

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Ein weiteres Highlight einer Italien-Reise: das Essen! Ich liebe Pizza, Pasta und Vino. Es gibt für mich kaum etwas Besseres. Unser liebstes Restaurant (wir waren zweimal dort!) haben wir auch per Zufall gefunden. Es liegt in San Paolo, in der Nähe von San Teodoro. Direkt am Wasser! Ein echter Geheimtipp mit exzellenter und wirklich besonderer sardischer Küche. Die Besitzer des “Il Portolano” (Via Molara, 11, 07020 Loiri Porto San Paolo OT) sind super nett, hach, und das Essen wünsche ich mir täglich nach Hamburg.

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Die beste Pizza haben wir im Restaurant “La Pecora Viziosa” (Via Libertà, 132, 07020 Golfo Aranci) am Golfo Aranci genossen. Etwas versteckt in einer kleinen Gasse und im ersten Stock gibt es Pizza aus dem Steinofen in urigem Ambiente. Auch ein Treffpunkt für viele Sarden! Eine der besten Pizzen, die ich je hatte.

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Sardinien-Reisetipps: Golfo di Orosei

An einem Tag sind wir vor dem Regen im Norden gen Süden geflüchtet. Unbedingt wollte ich den Golfo di Orosei sehen. Schon der Weg nach Cala Gonone war spektakulär: er führt durch schroffes Gebirge hinab zur Steilküste. Wir hatten zwar Glück und sind vom Gewitter und Regen verschont geblieben, jedoch konnten wir nicht wie geplant durch die tiefe Schlucht Gorroppu wandern oder einen Bootsausflug zu den vielen kleinen versteckten Buchten (die nur per Boot zu erreichen sind) unternehmen. Genau das wollen wir aber auf unserer nächsten Sardinien-Reise nachholen. Denn hier warten einige der schönsten Buchten Europas, vielleicht sogar der Welt? Startpunkt dafür ist der Hafen von Cala Gonone, ein wirklich schöner Ort, der sich auch so lohnt. In dieser Region wird eines besonders klar: Sardinien ist nicht nur ein Paradies für Sonnenanbeter, sondern auch für Abenteurer. Die Mischung aus Steilküste, schroffen Felsformationen und kristallklarem Wasser ist einzigartig. Hier gibt es so viel zu entdecken.

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